Nachdem mir die Vielzahl von Ladekabeln inkl. der zugehörigen Steckernetzteile im Wohnwagen immer auf den Nerv gingen, habe ich mich entschlossen im Wohnmobil USB Buchsen zu verbauen. Weiterer Vorteil dieser Buchsen ist, dass die 12V Versorgung während der Fahrt, von der Aufbaubatterie sowie beim Anschluss am Landstrom zur Verfügung steht. Somit ist das Laden von Handy und Tablett im Grunde immer und überall möglich.

Bei unserer letzten Bestellung im Campingversand habe ich mir 3 Einbaubuchsen mitbestellt. Der Einbau ist im Grund relativ einfach: an einer geeigneten Stelle im Wohnmobil ein Loch mit entsprechendem Durchmesser (bei meinen Modellen sind das 28mm) bohren, USB Buchse durchstecken, 12V Versorgung anklemmen und die Buchse verschrauben.

Montage im Detail

Ich habe mich für die Montage neben den Betten sowie über dem Esstisch entschieden. Beim ersten Loch mehrmals gemessen und geprüft. Schließlich möchte man keine falschen Löcher in den Schränken haben… Bei unserem Carado T449 haben wir neben dem Queensbett jeweils einen schmalen Kleiderschrank. Da unter dem Bett die Garage liegt, entstand rechts und links neben dem Bett eine Art Ablage. Genau der richtige Platz für eBook Reader, Uhr und Telefon während der Nacht.

Hier erkennt man recht gut den Sockel unter dem Schrank

Unterhalb der Schranktür ist ein ca 10 cm hoher Sockel. Dort habe ich mit einem geeigneten Förstnerbohrer ein Loch für die Buchse gebohrt. Die 12V Leitung habe ich von der Lampe in der Garage abgezapft. Dazu eine Verteilerdose mit Montagekleber an die Innenwand geklebt und dort mit Klemmen die Zuleitung zur Lampe aufgeteilt. Da im Schrank sowieso schon eine Leitung nach oben verläuft war es relativ einfach eine zweite Leitung dazu zu legen und an die USB Buchsen anzuklemmen.

Nach der Montage direkt getestet und für gut befunden. Da ich auch am Tisch eine Lademöglichkeit haben wollte, musste die dritte Buchse dort verbaut werden. Hier habe ich mich für das Brett unter dem Hängeschrank entschieden. Dort sind bereits zwei Spots und die Ambientenbeleuchtung eingebaut. Das Brett lässt sich nach dem Lösen der 6 Schrauben nach unten wegziehen, die Stromzufuhr ist hier nur gesteckt. Wie gehabt, Loch anzeichnen, bohren und die vorhandenen Leitungen anzapfen. Bei der Montage des Brettes hatte ich kleinere Probleme, da die USB Buchse sehr weit nach oben reicht und meine Stecker damit am Hängeschrank angestoßen sind. Mit etwas biegearbeit konnte ich das aber gut lösen.

Fazit

Nach 3 Stunden Arbeit war alles wieder an seinem Platz und die Ladebuchsen funktionieren einwandfrei. Die Lösung ist deutlich aufgeräumter als die Steckernetzteile. Aufwand ist sicher für jeden gut handelbar. Da muss man kein Profihandwerker sein. Materialaufwand ca 40 Euro.

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